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SEO Grundlagen und Leitfaden für besseres Suchmaschinenranking

SEO: Optimierung Ihrer Website-Anatomie für bessere Ergebnisse im organischen Teil der Suchmaschinen

Traffic gegen Bargeld zu kaufen ist also nicht besonders schwer. Wenden wir uns nun dem weitaus komplexeren Thema, dem organischen Suchmaschinen- Ranking, zu.

Ein Ratschlag gleich vorweg: Große Vorsicht und Skepsis halte ich für an­gebracht, wenn Ihnen jemand (gegen Barzahlung natürlich) verspricht, Sie auf die vordersten Plätze der Suchmaschinen zu bringen. Bei eBay können Sie beispielsweise zahlreiche derartiger Services ersteigern. Meine Erfah­rung zeigt, dass die Wirkung oft – falls überhaupt feststellbar – marginal ist. Und selten ihr Geld wert.

Im Gegenteil: Eine schlechte Suchmaschinenoptimierung kann eine gute Positi­onierung sogar zerstören! Ein Beispiel: Lange war es unter Suchmaschinenop­timierern üblich, einen Suchbegriff auf einer zu optimierenden Website mit wei­ßer Schrift auf weißem Grund zu hinterlegen. Dann stand dort im HTML-Code zum Beispiel 20-mal „Günstige DVD-Rekorder“ – unsichtbar für das Auge des Besuchers, sehr wohl sichtbar aber durch die Suchmaschinen-Spider.

Nach einiger Zeit erfolgreicher Optimierung haben die großen Suchmaschinen diesen Trick „durchschaut“ – der List-Algorithmus wurde also verändert – und derlei Machenschaften führten bis zum Ausschluss aus Suchmaschinen.

Ein Ausschluss aus einer Suchmaschine ist natürlich eine Katastrophe – ty­pischerweise kommen 80 % des Traffics einer Website aus diesen Kanälen! Sofern Sie sich dennoch auf Suchmaschinen-Optimierer einlassen möchten: Verlangen Sie aussagekräftige Kundenreferenzen aus der Vergangenheit.

Die verschiedenen Methoden – zum Beispiel Cloaking, Bridging usw. – ha­ben immer das Ziel, der Suchmaschine eine andere Darstellung anzubieten, als für Sie als Anwender sichtbar. Spektakulär war der Fall „BMW“. Google hat in 2006 die gesamte Website aus dem eigenen Index gebannt, wegen „Suchmaschinen-Spammings“. Was hatte BMW getan? Nun, dort hatten die Webmarketing-Experten Seiten aufgesetzt, auf denen hundertfach „Neuwagen“ auftauchte – damit sollte Google BMW immer dann auf höchsten Listenplätzen aufführen, wenn jemand den Suchbegriff „Neuwagen“ eingab.

Das Problem: Wenn Sie als Besucher genau diese optimierte Seite eingaben, wurde Ihnen über einen komplizierten Mechanismus eine ganz andere Website angezeigt. Solche als „Cloaking“ bezeichneten Mechanismen fliegen früher oder später auf – und Ihre Website dann gleich mit. Selbst ein Gigant wie BMW war vor dem Rauswurf nicht gefeit!

Matt Cutts, der Google-Chefentwickler, warnt vor solchen Techniken – er schreibt ganz klar, dass Google daran arbeitet, genau solche Betrugsmecha­nismen verstärkt zu erkennen und betreffende Seiten zu verbannen. Für Tech­nik-Freaks unter meinen Lesern – das Blog dazu ist sehr lesenswert:

http://www.mattcutts.com/blog/

Google selbst schreibt auf seiner Webmaster-Website ganz klar und eindeutig: „Erstellen Sie Seiten für Nutzer und nicht für Suchmaschinen. Versuchen Sie nicht, Ihre Nutzer zu täuschen, und bieten Sie Suchmaschinen keinen Content an, den Sie nicht auch für die Nutzer verwenden. Dies wird als ‚Cloaking‘ be­zeichnet. Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Faustregel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären sollen. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: ‚Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?‘“

Wie Suchmaschinen arbeiten: Spider

Bei Suchmaschinen mit Spideralgorithmen wie etwa Google und Overture durchsuchen Suchmaschinen-Roboter („Spider“) in regelmäßigen Abständen das Internet nach neuen Websites. Wird eine neue Domain entdeckt, stürzt sich der Spider darauf und analysiert die Website; und je nach Qualität der Ana­lyse entscheidet der Spider dann, wie und in welchem Ranking Ihre Website gelistet wird. Der Spider besucht eine einmal gelistete Website dann in unregel­mäßigen Abständen, um die Seite erneut zu analysieren und den Eintrag dann neu zu bewerten.

Wenn Sie Ihre Website ganz neu ins Internet gestellt haben, kann es also durch­aus 3 bis 4 Wochen dauern, bis Sie in den wichtigsten Suchmaschinen gelistet sind. Wann Sie also ein Spider besucht, darauf haben Sie keinen Einfluss.Wenn Sie ein Spider dann aber analysiert, haben Sie eine gute Chance, ihm etwas vorgefertiges „Futter“ – sozusagen ein „Fertigmenü“ – zu präsentieren und damit Ihre Beurteilung ganz erheblich zu beeinflussen.

Eines der wichtigsten Merkmale: Meta-Tags! Meta-Tags sind Programmzeilen im HTML-Code Ihrer Website, die speziell für Suchmaschinen entwickelt sind und die zuallererst durch die Spider ausgewertet werden. Sie stehen in jedem Code einer HTML-Website und beginnen mit „META“.

Sie können die Meta-Tags Ihrer eigenen Website betrachten, indem Sie Ihre Site im Browser laden und dann auf „Ansicht > Quelltext“ klicken. Die Meta- Tags stehen typischerweise im oberen Drittes des HTML-Codes.

Hier die typischen Meta-Tags einer Website – ich habe die Meta-Tag-Zeilen in Fettschrift hervorgehoben:

<!DOCTYPE HTML PUBLIC “-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN”>

<!– saved from url=(0021)http://www.rattei.de/ –>

<HTML><HEAD><TITLE>Begeisterung ist der Anfang aller Wunder und der Atem der Seele. (H. Menzel)</TITLE><!– parsed by phpCMS 1.2.1pl2. Get phpCMS at http://phpcms.de –>

<META http-equiv=Content-Type content=”text/html; charset=iso- 8859-1”>

<META content=”Astronomie, Webcam, Fotografie” name=Keywords>

<LINK href=“ „ type=text/css rel=stylesheet>

<META content=““ name=GENERATOR>

</HEAD>

Diese Website wird nie durch eine Suchmaschine gefunden – oder, wenn doch gefunden, niemals auf hoher Position gelistet! Diese Meta-Tags sind eine Kata­strophe, wie leider bei den meisten der von mir analysierten Websites! Es wer­den zwar 3 Meta-Tags im Content-Bereich genannt („Astronomie, Webcam, Fotografie“), aber die allerwichtigsten Funktionen fehlen!

Ich beobachte immer wieder einen linearen und direkten Zusammenhang: Sei­ten auf den vordersten, guten Plätzen der Suchmaschinen haben ausgezeich­nete, vollkommene Meta-Tags; die Seiten der Plätze 100 und abwärts sehr schlechte und die Seiten ab Platz 1000 haben gar keine!

Ein guter Meta-Tag-Bereich besteht aus mindestens 10 Zeilen dichtem HTML-Code und ist die absolut unabdingbare Voraussetzung dafür, dass Suchma­schinen-Spider Ihre Website zufrieden verlassen und Ihre Website auf hohen Positionen listen!

Editoren wie Frontpage stellen zwar Meta-Tag-Funktionen zur Verfügung – aber die meisten Webmaster wissen schlichtweg nichts darüber!

Ich höre immer wieder von Web-„Experten“, der „Trick“ mit den Meta-Tags sei doch gar nicht mehr aktuell und kein Garant für ein hohes Listing. Das stimmt! Gute Meta-Tags bedeuten noch lange keine hohe Platzierung – schlechte oder gar keine Meta-Tags allerdings verhindern dagegen, dass die Suchmaschine Ihre Seite überhaupt erst auswertet. Gute Meta-Tags sind also die „Hausaufgaben“, die jeder Webmaster machen muss! Google selbst schreibt auf der Webmaster-Homepage, dass es gute Meta-Tags für wichtig befindet. Wörtliches Zitat: „Vergewissern Sie sich, dass die Tags TITLE und ALT aussagekräftig und zutreffend sind. Ermöglichen Sie es Suchrobotern, Ihre Website ohne Sitzungs-IDs oder Argumente, die ihren Weg durch die Website aufzeichnen, zu crawlen. Diese Methoden sind hilfreich, um das Verhalten einzelner Nutzer zu analysieren, das Zugriffs­muster von Suchrobotern ist jedoch davon gänzlich verschieden. Das Ver­wenden solcher Techniken kann zu einer unvollständigen Indizierung Ihrer Website führen, da Suchroboter eventuell nicht in der Lage sind, URLs zu eliminieren, die verschieden aussehen, aber auf dieselbe Seite zeigen.“

Das klingt sehr technisch, meint aber genau das: Besorgen Sie sich perfekte Meta-Tags!

Wie kommen Sie an perfekte Meta-Tags?




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