Mit Whitelist arbeiten: Spamfilter optimal verwenden
Provider verwenden oft Listen, um bestimmte E-Mails zu sperren oder durchzulassen. Dabei unterscheidet man eine Blacklist und eine Whitelist. Stehen Sie auf einer Blacklist, wird Ihre E-Mail-Domain gesperrt; keine Ihrer Nachrichten erreicht den Empfänger. Eine Whitelist ist das Gegenteil davon; alle Domains, die auf einer Whitelist stehen, werden durchgelassen. Die nicht eingetragenen Mailadressen werden ignoriert und nicht weitergeleitet. Ihr Ziel muss es also sein, auf die Whitelist eines großen Mailproviders zu kommen. Dann können Sie sicher sein, dass Ihre Nachrichten den Empfänger erreichen. Lassen Sie mich das noch einmal wiederholen: Ein Eintrag in eine Whitelist bedeutet für Sie, dass alle Ihre E-Mails und Newsletter die Empfänger, die bei diesem Provider ihre Mailadressen unterhalten, erreichen. Das ist eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Ihre Nachrichten werden nicht als Spam einsortiert und auf dem Weg von Ihnen zum Empfänger aufgehalten. Das bedeutet zwar noch nicht, dass der Empfänger die Nachricht liest, aber sie kommt an. Das beeinflusst direkt Ihre Geschäftserfolge, Ihre Werbekampagnen und Servicenachrichten. Ein Whitelisteintrag ist in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn für Sie: Er garantiert, dass Ihre Nachrichten nicht als Spam klassifiziert werden, und er beeinflusst direkt und positiv Ihre Umsätze. Es gibt keine zentrale Internet-Whitelist, sondern jeder große Provider, der auch Mailserver unterhält, führt eine solche. Sie müssen aber nicht auf Verdacht bei jedem Mailprovider Maßnahmen treffen, um Ihren Nachrichtenversand positiv zu beeinflussen. Mit dem Tool Etracker stellen Sie fest, wo Ihre Kunden ihre E-Mail-Konten haben. Nutzen Sie das Trackingtool FreeBasic. Es ist kostenlos. Gehen Sie auf die Website www.etracker.com. Mit „Produkte | Web Controlling | Free“ sehen Sie, was diese Funktion kann und wie Sie das Trackingtool verwenden. Melden Sie sich an und integrieren Sie das Tool in Ihre Website. Eine Anleitung dazu finden Sie bei www.etracker.com. Mit der „Live-Demo“ können Sie zuvor sehen, wie die Auswertung des Trackers aussieht. Mit „Herkunft | Provider“ werden dann ein Kreisdiagramm und eine Liste der Top-Provider angezeigt. Etracker verrät, mit welchen Providern Ihre Kunden und Besucher surfen und mailen. Etracker können Sie neben Google Analytics auch für Ihre Websiteberichte nutzen. Sie sehen, bei welchen Suchmaschinen Ihre Keywords abgefragt worden sind, wie viele Besucher Ihre Website hatte und auf welchen Seiten Ihre Besucher länger oder kürzer verweilt haben. Bei Letzterem können Sie reagieren und die Seiteninhalte anpassen. Suchwörter und -phrasen werden Ihnen angezeigt. Nutzen Sie Flashinhalte, können Sie sehen, ob diese für alle Besucher sichtbar sind und wie viele Surfer Sie gegebenenfalls damit ausgesperrt haben. Die Möglichkeiten des Trackingtools sind vielfältig. Bereits die kostenlose Free-Version bietet eine Fülle von Varianten und nützlichen Informationen.
Allgemeine Kriterien für Whitelisteinträge
Natürlich kommen Sie nicht einfach so in eine Whitelist. Jeder Provider hat bestimmte Regeln und Vorgaben, um Domains in eine Whitelist einzutragen. Dabei machen die unterschiedlichen Regeln der Provider es nicht gerade leicht, die eigene Maildomain in jede wichtige Whitelist zu bekommen. Es gibt jedoch ein paar Grundregeln, die Sie beachten müssen:- Sie müssen als Versender der Nachricht klar identifizierbar sein.
- Sie müssen eine bestimmte Anzahl an E-Mails pro Monat versenden, um Ihren Platz in der Whitlist behalten zu dürfen. Bei AOL sind dies zum Beispiel 100. Versenden Sie weniger, fallen Sie aus der Whitelist heraus.
- Wenn Sie Newsletterkampagnen und Rundschreiben verschicken, muss es für den Empfänger immer möglich sein, den Erhalt dieser Newsletter zu kündigen. Greifen Sie hier auf Dienste und Programme zurück, gehört eine solche Funktion zum Standard. Sie kennen das sicher: Über ein Formularfeld oder eine Schaltfläche wird ein Newsletter an- und auch wieder abbestellt. Eine Alternative, die durchaus erlaubt ist, ist die Bekanntgabe einer bestimmten Adresse. Der Empfänger sendet eine E-Mail dorthin, und schon ist er aus dem Newsletter ausgetragen. Meist genügt eine spezielle Titelzeile, die Sie auf Ihrer Website und im Newsletter bekannt geben. Wenn Sie hier darauf hinweisen, wie ein Newsletter abbestellt wird (und das Verfahren auch erfolgreich getestet haben), kann nichts schiefgehen.
- In Ihren Nachrichten muss immer eine kleine Visitenkarte enthalten sein. Der Empfänger muss wissen, mit wem er es zu tun hat und wie er den Kontakt zu Ihnen aufbauen kann. Am besten verwenden Sie eine automatische Fußzeile.
- Nach dem Weiterleiten der Nachricht dürfen keine Fehlermeldungen auftauchen. Beim Versand von Mails können unterschiedliche Fehler auftreten, die als „Bounces“ bezeichnet werden. Man unterscheidet zwischen Hard- und Softbounces. Vielleicht kennen Sie die Meldungen aus Nachrichten, deren Empfänger nicht bekannt ist (weil er zum Beispiel die E-Mail-Adresse gewechselt hat). Nicht bei jedem Provider gibt es automatische Whitelists. Auf einem Umweg können Sie jedoch trotzdem auf eine solche Liste gelangen. Bitten Sie Ihre Kunden und Leser, Ihnen zu helfen, indem sie Ihre E-Mail-Domain in eine Whitelist eintragen. Aber nur, wenn genügend Leser Ihre Maildomain eintragen, werden Sie in die Whitelist aufgenommen. Schreiben Sie einmal pro Jahr Ihre besten Leser und treusten Kunden an und bitten Sie diese um diesen Gefallen. Wenden Sie sich an die Leser mit einer bestimmten Maildomain, von der Sie wissen, dass der Provider das Whitelist-Verfahren nutzt. Das ist zum Beispiel bei Web.de der Fall. Sie erkennen die Maildomain an der Endung der Mailadresse.
Whitelisting bei den wichtigsten Mailprovidern
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