Erfolgsbeispiel Hautpflegeprodukte
Extrem erfolgreiche US-Website: Die Gründerin hat vom Küchentisch aus begonnen, natürliche Hautpflegeprodukte zu vertreiben – und wird 200.000 Dollar in 2007 verdienen.
R. K. Wendling ist eigentlich Ingenieur, aber seine eigentliche Berufung hat er seit längerer Zeit darin gefunden, sein Hobby zum Beruf zu machen: Er ist Hobby-Experte zum Thema „natürliche Hautpflegeprodukte“.
Seine Mini-Website www.soapnsudz.com hat R.K. Wendling schon während seines Studiums 2004 gegründet und dort Rezepte online gestellt, mit denen man sich seine eigenen Hautpflegeprodukte zusammenrühren konnte. Seit 2006 erst hat sich der Erfolg der Website entwickelt und schon 2006 konnte Mister Wendling über 100.000 Dollar verdienen – ein Wert, den er 2007 wohl verdoppeln wird, so sagt er jedenfalls. Die – für Außenstehende kurios anmutenden – Produkte sind zum Beispiel organische „Badebomben“, Tropische Körperbutter oder Abrasionscreme. Mittlerweile ist die Website so erfolgreich, dass der Inhaber sich ein Ladengeschäft in Medicine Hat gekauft hat.
Wer die Website besucht, bemerkt zunächst dessen spartanische Aufmachung.
In einfachstem HTML und ohne jeden grafischen Anspruch programmiert würde jeder Auszubildende, der vom Chef mit dem Aufbau einer Firmenwebsite beauftragt wird, wohl eine bessere Website programmieren können. Aber: Eine grafisch aufwendige Website mag zwar freundlich wirken und hat sicher auch positive Auswirkungen auf die Verkäufe – erfolgsentscheidend ist sie nicht! Nie! Ich habe noch keine einzige Website erlebt, von deren optischer Attraktivität man auch nur in erster Näherung auf den Erfolg schießen kann!
Wenn Sie in Ihrem speziellen Marktsegment der einzige Anbieter weit und breit sind – oder zumindest einer unter sehr wenigen – und Sie liefern exakt das Produkt oder die Dienstleistung, die der Besucher Ihrer Website sucht, dann ist die Optik der Website absolut nebensächlich. In meiner täglichen Praxis erlebe ich immer wieder Gründer, die mit überwältigen Erfolgen zu mir kommen und mich für z.B. ein Privatcoaching buchen. Ich bin dann oft überrascht (genauso wie die Betreiber selbst), dass trotz gravierenden Mängeln in der Websitestruktur, oft katastrophalen Bestellprozessen und anderen Unzulänglichkeiten die Website so einen Erfolg hat. Warum? Weil die Website exakt das liefert, was der Besucher braucht.
In Expertenkreisen gibt es dafür den etwas spöttischen Begriff „DDR-Website“: Wer in der früheren DDR begehrte Produkte wie Zitrusfrüchte oder Erdnüsse im Laden hatte, war sich einer langen Schlange an Kundschaft sicher, die die Präsentation und Werbung der Ware nicht interessierte, sondern ganz einfach eben die selten erhältlichen Produkte haben wollte. Natürlich war die Ladenausstattung sehr spartanisch – aber die Kundschaft hat sich trotzdem die Finger nach den Waren geleckt.
Wenn Sie eine solche DDR-Website haben (übertragen also: sehr einfache, simple Struktur, aber ein Produkt oder eine Dienstleistung, die Ihnen Ihren Besucher aus den Händen reißen), dann können Sie in einem zweiten Schritt an den Details wie einem guten Orderprozess oder einer netten Grafik feilen und Ihre Conversions verbessern. Anders herum dargestellt: Eine grafisch tolle Website mit perfekter Bestellprozedur macht keinen Umsatz, wenn die Ware nicht stimmt.
In R.K. Wendlingss Fall hat der einfache Aufbau gleich 2 große Vorteile:
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